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... "Stell dir vor, da lägen keine Kippen und Glasscherben auf dem Spielplatz!"

Umsetzung des Leitbildes in die Ebene "Kind und dingliche Umgebung"

 

 

Angelehnt an Maria Montessori wird der Umgebung eines Kindes große pädagogische Bedeutung zugemessen. Bei der Grundgestaltung der Räumlichkeiten und des Außenbereichs, der Auswahl und der Art der Aufbewahrung von Spiel- und Lernmaterialien, sowie bei der Anpassung und Organisiation der Räume während eines Tages greift die Kinderkrippe „Pfauenauge“ auf ihr Konzept zurück.

 

In einer optimalen räumlichen Umgebung kann sich das Kind frei bewegen und findet Herausforderungen und Anregungen, welche seinem jeweiligen Entwicklungsstand, sowie seinen aktuellen Erwartungen z.B. nach raumgreifender Bewegung oder Rückzug und Behaglichkeit gerecht werden. Über Geräuschpegel, Temperatur, Luft- und Lichtverhältnisse sind sich die Betreuungspersonen stets bewusst und steuern gegebenenfalls nach.

 

In einer vorbereiteten Umgebung treten Interventionen („Vorsicht, fass das nicht an!“ / „Geh da nicht rauf!“) in den Hintergrund.

 

Das Kind findet Einrichtungsgegenstände und Materialen vor, die sich entweder selbst erklären oder deren Handhabung vom Kind frei definiert werden kann und soll – also kein „Spielzeug“ sondern „Zeug zum Spielen“. Um Konzentration und die Fähigkeit zur Vertiefung auf eine Sache zu fördern, bleibt die dabei präsentierte Materialauswahl sehr überschaubar und wechselt mehrmals während eines Jahres.

 

Ziel der Gestaltung einer solchen Umgebung ist es auch, der Betreuungsperson neben der Rolle als Impulsgeberin auch die Möglichkeit zu geben, den Spielen der Kinder nur am Rande beizuwohnen und dabei

 

  • die allgemeine Aufsicht zu gewährleisten

  • die Kinder zurückhaltend zu beobachten

  • und Entwicklungsthemen zu dokumentieren

  • oder Tätigkeiten des Alltags zu verrichten.

     

So frei von störenden Impulsen eines Erwachsenen entwickeln Kinder in selbst erdachten Spielen eigene Ideen zur Tagesgestaltung und beginnen auch ihre eigenen Entwicklungsschritte in autodidaktischen Lernprozessen umzusetzen.

 

Mehrmals täglich greifen die Betreuungspersonen gestaltend in die Umgebung ein, um für die jeweils aktuellen Themen optimale Bedingungen zu schaffen, öffnen und schließen einzelne Räume, hängen Schaukeln auf und ab und verschieben Tische zu und nach den Mahlzeiten. Spielen die Kinder noch mit den ausgeräumten Dingen oder muss aufgeräumt werden? Sind die Lichtverhältnisse den Tätigkeiten angemessen oder ist es zu dunkel / zu hell? Muss gelüftet werden? Brauchen wir mehr Platz zum Toben, oder bauen wir lieber eine Höhle?

 

Eine gut vorbereitete Umgebung bleibt also erstens im Tagesgeschehen variabel und wächst zweitens mit den Fähigkeiten der Kinder mit.

 

 

 

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