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Eingewöhnungszeit

 

In der Eingewöhnungszeit lernen sich die Familie und die Einrichtung gegenseitig kennen. Es entsteht eine vertrauensvolle neue Beziehungsebene - die Basis für das soziale Abenteuer der Krippenzeit wird geschaffen.

 

Die hierfür wichtigsten Bedingungen lauten unserer Meinung nach Kontinuität und Offenheit.

 

 

Mit folgendem Vorgehen können Sie Ihr Kind unterstützen:

 

  • Bitte versuchen Sie die Eingewöhnung möglichst so zu organisieren, dass immer die selbe Person das Kind bringt und begleitet. Auch von der Krippe wird zu Beginn immer die selbe Betreuungsperson für Sie und Ihr Kind zuständig sein.

     

  • Ihr Kind wird in den ersten Wochen vermutlich mehr Nähe von Ihnen brauchen um sich zu vergewissern, dass alles Gut ist. Geben Sie ihm diese Nähe.

     

  • Wir empfehlen, mit der Aufnahme Ihrer Arbeit frühstens vier Wochen nach dem Start der Eingewöhnung zu beginnen - wenn Sie selbst mit genügend Zeit im Rücken und mit Ruhe an die Sache heran gehen können, funktioniert erfahrungsgemäß alles besser.

     

  • Bitte planen Sie in den ersten drei Monaten keinen Urlaub. Sollte sich eine längere Abwesenheit in der Anfangsphase nicht vermeiden lassen, sollte einkalkuliert werden, dass das Kind hiernach erst wieder neu „zu uns finden“ muss. Dies gilt auch für Eingewöhnungen, die in zeitlicher Näher zu Schließzeiten der Einrichtung stattfinden.

     

  • Teilzeitkinder kommen in der Eingewöhnung mindestens vier Tage am Stück – besser jedoch täglich. Erst nach Absprache beginnt der offiziell gebuchte Wochenrhythmus.

     

  • Bitte teilen Sie uns Ihre Gedanken und Gefühle bezüglich allen für Familie und Krippe relevanten Situationen mit. Ein offener und vertrauensvoller Umgang ist die Grundlage für unsere Kooperation und die Entwicklung Ihres Kindes. Wenn Sie die Entscheidungen mit innerlicher Klarheit treffen, trägt diese Sicherheit auch das Kind durch die Situation und den Betreuungspersonen wird der weitere Beziehungsaufbau deutlich erleichtert!

     

     

die ersten Tage

 

Wenn keine individuellen Gründe dagegen sprechen, kommen Sie mit Ihrem Kind am ersten Tag gegen 10:00 Uhr oder gegen 15:00 Uhr in die Einrichtung. (In diesen Zeiten sind im Tagesablauf der Gruppen am besten geeignet.) Die Betreuungsperson spricht aber weitestgehend nur Ihnen, die Kontaktaufnahme zu Kind erfolgt später. So entsteht eine Situation ähnlich dem Besuch auf einem Spielplatz, bei dem sich die Mutter mit einem weitläufigen Bekannten unterhält.

 

Die Betreuungsperson achtet aber bereits genau auf Signale des Kindes.

Bewegt sich es auch von Ihnen weg, frei durch die Räume? Ist es den ErzieherInnen gegenüber aufgeschlossen und kontaktfreudig oder reicht ihnen sogar einen Gegenstand? Wie reagiert es auf die anderen Kinder?

 

  • Bitte vermeiden Sie am Anfang, aus dem Raum zu gehen, sonst werden Verlustängste geweckt. Auch wenn Sie auf Toilette müssen, nehmen Sie Ihr Kind bitte mit.

     

Über mehrere Tage kommen sich Ihr Kind und die begleitende Betreuungsperson näher und eine nach und nach tragfähige Beziehung wächst. Meistens ist dieser Prozess nach knapp einer Woche weit genug voran geschritten um eine erste Trennung zu wagen. Elementar für einen gelingenden Trennung ist aber auch, dass Sie so weit sind! (Noch einmal: Wenn Sie innerlich klar hinter diesem Versuch stehen, trägt diese Sicherheit das Kind durch die Situation und der Betreuungsperson wird der weitere Beziehungsaufbau deutlich erleichtert!)

 

Verabschieden Sie sich mit der Aussage, dass Sie wieder kommen werden vom Kind, übergeben es auch gegen eventuellen Protest in den Arm der Betreuungsperson, gehen dann aus dem Raum und warten außer Sichtweite auf Rückmeldung. Wenn die Situation im Vorfeld richtig eingeschätzt wurde, so akzeptiert das Kind diesen Zuständigkeitswechsel oder es lässt sich zumindest schnell (innerhalb von maximal zwei Minuten) beruhigen.

 

  • Bitte bleiben Sie in der Nähe, denn falls sich Ihr Kind innerhalb von 10 Minuten nicht beruhigen lassen sollte und die pädagogischen Fachkräfte gemeinsam zu der Einschätzung gelangen, dass die Trennung doch zu früh erfolgte, werden Sie zurück gerufen.

     

In jedem Fall werden Sie nach ca. 10 Minuten über die aktuelle Situation informiert und holen Ihr Kind nach etwa 30 bis 60 Minuten – wenn sie gerufen werden – wieder ab. Diese Zeit reicht für das erste mal, denn es ist wichtig, dass das Kind die Erfahrung macht, dass seine Mama wieder kommt und es wieder abholt.

 

Nach diesem erfolgreichen ersten Trennungsversuch kann die Dauer des gemeinsamen Verweilens von Mutter und Kind in der Einrichtung immer weiter verkürzt und die Phasen, die das Kind allein in der Einrichtung bleibt verlängert werden. Die Mutter bleibt aber noch in der Nähe und ist per Handy erreichbar, falls das Kind sie braucht.

 

Falls die erste Trennung abgebrochen wurde, erfolgt der nächste Trennungsversuch erst nach einigen weiteren Tagen und wenn sich beide Seiten einig sind, dass es nun soweit ist.

 

Nach etwa zwei Wochen ist die Eingewöhnung üblicherweise so weit vorangeschritten, dass das Kind vor dem, Frühstück kommt und bis nach dem Mittagsschlaf bleibt.

 

  • Bleiben Sie auch im weiteren Verlauf auf Abruf, bis die endgültige Anwesenheitsdauer des Kindes in der Krippe erreicht ist.

     

Abschließend werden in einem etwa 10 bis 20-minütige Abschlussgespräch die Eingewöhnung reflektiert und letzte Fragen geklärt.

 

Ihr Kind ist jetzt ein Krippenkind und hat bereits erste Freundschaften begonnen :)

 

 

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