Previous Next

Poegogik

 

Neben der Funktion als Gründer und Geschäftsführer dieses familiengeführten Kita-Trägers in Esslingen steht Matthias Lebschy auch als Poet auf der Bühne. Besonders gern verbindet er Pädagogik und Poesie - zur "Poegogik". Diese erreicht die Menschen erfahrungsgemäß auf einer tieferen Ebene und veranschaulicht komplexe pädagogische Sachverhalte. Lassen auch Sie sich inspirieren...

 

 

 

 

 

 

 

 

Pädagogik

 

Über Kinder zu Schreiben,

habe ich mir gedacht

und mich an dieses Werk gemacht:

 

Will uns´re Gesellschaft 

am Leben bleiben, 

dann wäre sie schlau

eine Frau

die zur Mutter wird 

zu unterstützen

anstatt ihre Kraft 

ungeniert

auszunützen.

 

Junge Familien

verbittern,

wenn die Mütter mit zitternden

Händen nach 

einem harten

Tag schlaflos, wach

im Bett, das hungrige Schreien des Kindes erwarten

- ermattet, auch der Mann -

und die Mutter es dann 

sorgenerfüllt

mit sorgenerfüllter Muttermilch stillt.

 

Das Kind wächst heran 

und passt sich diesen Bedingungen an.

Man kann 

ihm kaum

verübeln, wie es später ist,

wenn es seinen Traum

vergisst.

 

Deshalb soll man Eltern entlasten,

Kinder lehren

ihr Leben 

zu ehren

und Ihnen geben

was sie brauchen

damit sie später nicht von Einem ins Nächste hasten,

aus Überforderung Psychopharmaka nehmen und rauchen.

 

Ich habe umfangreiche Literatur zum Thema „Kind“ gelesen.

Doch nirgends stand, ehrlich nicht, nirgends stand es deutlich geschrieben:

„Kinder sind Wunderwesen!“

 

Sie lieben

das Leben,

geben

Licht,

und strahlen.

Und damit diese schlicht-

weg genialen

Meister

ihre Begeister-

ungsfähigkeit

nicht

tauschen gegen dumpfes Leid,

müssen wir es dringend

als Fehler erkennen,

uns darin zu verrennen,

zwingend

Perfektion erreichen zu wollen. Verkrustete

Muster

im Denken

lenken

uns ab! Um diese Wunder-Kinder, die vor Leidenschaft brennen,

auch nur ansatzweise 

zu verstehen

ist es unumgänglich, in ihnen weise,

vollkommene Wesen zu sehen.

 

Wer sich dazu bekennt

und sich konsequent 

in reines Sein,

in das Vertrauen auf Ein-heit begiebt

und das Leben wie die Kinder liebt,

ohne alles zu hinterfragen,

der hat das rechte 

Mittel

erkannt,

den echten

Trick

in der Hand,

in der Pädagogik

ein neues Kapitel 

aufzuschlagen.

 

Lachen ist Lachen,

Weinen ist Weinen.

Ihr müsst nicht erziehen, nur schöne Sachen 

gemeinsam mit den Kleinen 

machen.

Auf der Wiese liegen 

und nach oben schauen

wenn Wolken vorüberfliegen,

eine Pflanze kauen

und in sich hinein

spüren, wie es sich anfühlt ein Mensch zu sein.

 

Ihr müsst sie erhören,

wenn schlimme Gefühle ihr Befinden stören.

Sie hochnehmen, liebkosen und herzen

sind die besten Mittel bei Magen-

schmerzen.

 

Manchmal ist es auch nötig, „Nein“ zu sagen,

aber bitte ignoriere 

kein echtes Leid.

Generiere

keine Zeit 

in der ein wehrloses Wesen verzweifelt, stumm schreit.

 

Kinder brauchen natürlich Grenzen,

Konsequenzen

und Stabilität,

also einen Menschen, der mit seinen

beiden Beinen

im Leben steht,

aber vor allem brauchen sie einen Raum

in dem ihr Traum 

der Realität

endlich in Erfüllung geht.

 

 

 

 

***

 

 

 

 

Schreikind

 

Kinder schreien nicht ohne Grund,

und

ein schreiendes Kind ist auch niemals gesund.

 

Oder? Die Ursachen für einen Großteil

des Schreiens liegen

in unseren Lügen,

weil

wir oft mit dem Finger auf andere zeigen,

aus Bequemlichkeit schweigen

und sagen:

 

„Das ist halt mal so

bei einem Schreikind.

Die sind

irgendwann von selbst wieder froh.“

 

Würden wir uns stattdessen fragen,

was wir selbst zu ihrem Leid bei-tragen,

fänden

wir sicher Lösungsideen.

Ja, es liegt an uns und in unseren Händen,

Leid, das wir sehen

zu beenden.

´

Eine solche Idee ist, dannein „Ich-bin-für-dich-da-Signal“ zu senden,

wenndas Kind etwasNotwendigeswill,

wenn es etwas braucht, das für seine gesunde Entwicklung einfach richtig 

wichtig

ist.

Wisst

Ihr, was ich da meine?

Eine

Umarmung, ein Lächeln, Liebe - und davon bitte viel.

Denn wenn es die nicht bekommt, ist es natürlich nicht still.



Erfüllt man die Erwartung des Kindes nach Nähe, Zuneigung und Geborgenheit

nicht, macht sich nach einer gewissen Zeit

ein schlechtes Gewissen breit.

 

Dieses dann mit etwas Gekauftem zum Schweigen zu bringen

ist eine der eingangs erwähnten Lügen. Die materielle 

Befriedigung wirkt auf die Schnelle.

Langfristigeren Erfolg erzielt man dagegen 

zum Beispiel durch gemeinsames Singen.

Uns Zeit nehmen, wenn wir sie pflegen

ist elementar. 

 

Denn wenn das wahr

ist – wenn das stimmt,

dass Kinder nicht ohne Grund,

schreien

und

schreiende Kinder niemals gesund

seien,

warum nimmt 

sich dann keiner die Zeit,

um die dahinter liegende Krankheit

zu identifizieren?

 

Glücksfähigkeit

ist angeboren. Doch man kann sie schnell verlieren.

Wir sollten uns also beeilen,

die Ursache zu finden und die Krankheit zu heilen.

 

Kinder erwarten, dabeizu sein und verstanden zu werden.

Doch genau diese tiefe und erste Erwartung wird hier auf Erden 

am aller häufigsten nicht erfüllt.

 

Anstatt sie an der Brust zu tragen,

liegen sie im Kinderwagen

und dann schreien sie wie wild.

 

Die Frage: "Wie kannst Du mich, Dein Kind, nicht verstehen?"

steht ihnen ins Gesicht geschrieben.

"Kannst Du mich nicht einfach lieben?

Bitte komm und nimm mich an Dein Herz.

Nur so vergeht mein Schmerz.“

 

Kinder sehen

sich doch

in den ersten Monaten noch

als untrennbar EINS mit uns - es dauert, bis zu

der Vorstellung von einem "Ich" und einem "Du".

 

Schenkt 

ihnen daher zu Beginn

innere Sicherheit.

Und denkt

daran:

 

Ein Kind schreit 

nicht ohne Grund,

und

wenn es schreit, dann

ist es auch nicht gesund.

 

"Erst wenn ichetwas älter bin,

können

wir andere Ursachen für mein Weinen sichten: 

Zum Beispiel: Übermäßiges Verwöhnen.“

 

Wenn man den rechten Moment

nicht erkennt,

wann ungeduldige Kinder warten

und auf etwas verzichten

müssen,

werden sie niemals mit harten

Pflichten

umzugehen wissen.

 

Denn, ja, auch diese gehören zum echten Leben

und wir dürfen ihnen nicht alles geben.

 

Es wäre fatal

und birgt die Gefahr großer Qual,

wenn Kinder 

nicht sich selbst zu beruhigen erlernen

und sich so immer weiter von sich selbst entfernen.

 

Nein, es ist viel gesünder,

sie innerlich zu stärken,

in dem wir uns auf unserWirken und Werken

besinnen,

Ihnenhelfen, Selbstwirksamkeit 

zu gewinnen

und mit innerer Kraft und Sicherheit

die Süßigkeit verwehren, auch wenn dann manch eines gar 

jämmerlich schreit.

 

Hier

halten wir

fest:

 

Kinder schreien zwar

nicht ohne Grund,

doch auch dieser Satz

ist wahr:

Ein nach einer Süßigkeit schreiendes Kind hat´s

vielleicht schwer, doch es ist vollkommen gesund.

 

Krank wird es dann, wenn Ihr euch ihm beugt

und so in Zuckerwatte gepackte Nimmersatte erzeugt.

 

Krank wird es, wenn Ihr euch in jenem Moment,

wenn ein Schmerz

sich in die Seele eines Kindes brennt

kein Herz

fasst,

und es einfach schreien lasst,

obwohl ihr innerlich sicher wisst,

dass eure Zuwendung existenziell für es ist.

 

Dann zerbricht

sein Licht.

 

Kinder schreien nicht ohne Grund.

 

Machen

wir, dass sie wieder lachen

- das ist ganz einfach - und

die ganze Welt wird wieder gesund.

 

  

 

 

 Zurück zur Hauptseite der Rubrik "Pädagogik"

 


Weiter zum Thema Ernährung

 

 

Home

 

 

be:bi Betreuung & Bildung
gemeinnützige GmbH

Matthias Lebschy, Geschäftsführer
Rotenackerstraße 33
73732 Esslingen

Tel   +49(0)711-27360590
Fax  +49(0)711-82899423

info @ betreuung-bildung.de